Therapieverfahren

Die Behandlung besteht aus einer Anzahl von speziellen Therapie-Modulen. In diesem multi-modalen und multi-methodischen Behandlungsplan nehmen unsere Patienten an den fünf Werktagen aktiv an einer sinnvoll aufeinander abgestimmten Abfolge von unterschiedlichen psychotherapeutischen Maßnahmen durch ein multi-professionelles Team teil. Das Programm bietet damit die Möglichkeit, unterschiedliche neue Erfahrungen mit sich selbst und mit anderen in der Gruppe zu machen.

Hier können Sie sich einen beispielhaften Wochenplan ansehen:

Wochenplan Tagesklinik


Nachfolgend finden Sie genauere Beschreibungen zu den einzelnen Therapieverfahren:


Einzel-Psychotherapie

In der Einzel-Psychotherapie mit zwei bis drei Terminen pro Woche bei einem festen Bezugstherapeuten werden:

  • das Krankheitsgeschehen unter ganzheitlich-psychosomatischem Gesichtspunkt analysiert
  • die Persönlichkeitsstruktur auf dem Hintergrund der Biografie mit den psychischen und sozialen Auslösern der Beschwerden in Beziehung gesetzt
  • neue emotionale Erfahrungen ermöglicht und damit der persönlichen Betrachtung und Bewertung zugänglich gemacht
  • lösungsorientierte Handlungskompetenzen entwickelt


Gruppen-Psychotherapie

In der Gruppen-Psychotherapie mit drei Terminen pro Woche kann der Patient:

  • mitmenschliche Anteilnahme an seinen Problemen erfahren
  • Orientierungshilfen beim Vergleich mit anderen Formen des Umgangs mit Beschwerden und der Bewältigung von Krankheit bei Mitpatienten bekommen
  • neue Verhaltensweisen „ausprobieren“
  • und neue Informationen über das eigene zwischenmenschliche Verhalten bekommen, so dass er die Eindrücke, die Andere von ihm haben (sein „Fremdbild) mit seinem eigenen Bild von sich selbst (seinem „Selbstbild“) vergleichen und seine Schlussfolgerungen daraus ziehen kann


Psychologische Stressbewältigung

Die psychologische Stressbewältigung bietet Anleitungen zum bewussten Erkennen und Überdenken von Belastungserfahrungen im Alltag. Es werden Techniken vermittelt, durch die die Häufigkeit und Intensität dieser Belastungen reduziert werden können. Ziel ist es, dadurch das körperliche und seelische Wohlbefinden zu fördern. Durch das Kennenlernen unterschiedlicher Bewältigungsstrategien soll ein gelassener, situationsangemessener Umgang mit vielfältigen beruflichen und privaten Belastungssituationen möglich werden.


Kunst- und Gestaltungstherapie

In der Kunst- und Gestaltungstherapie können mit bildnerischen Mitteln schöpferische Erfahrungen gesammelt werden. Das hilft, ein geschwächtes Selbstbewusstsein wieder aufzubauen und das Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten zu stärken. Künstlerische Fähigkeiten oder besondere Geschicklichkeiten sind für diese Erfahrungen nicht erforderlich.

  • Der Einsatz von Farben und Materialien ermöglicht darüber hinaus
  • den Ausdruck von emotional wichtigen unbewussten inneren Bildern und Vorstellungen,
  • die Einübung von Konzentration
und die Ablenkung von einer übersteigerten Körperwahrnehmung.

 

Musiktherapie

Anders als beim bildnerischen Gestalten sind die meisten Menschen ansprechbar für Musik. Kein noch so faszinierendes Bild kann eine so starke, innere, emotionale Berührung hervorrufen wie Musik. Sie ist „vegetativer“ in der Wirkung, weil das Gehör evolutionär älter ist als der Gesichtssinn. Wenn man Musik in der Gruppe einsetzt, kommt ein weiteres Moment hinzu, das in der Gestaltungstherapie weniger unmittelbar zustande kommt: eine allmähliche Einstimmung auf ein Gruppenthema, sei es in Harmonie, sei es in Disharmonie, sei es als Ausdruck anderer Gruppenstimmungen. Auch hier wird ein Gruppenerlebnis eingesetzt, in welchem sich der Einzelne mehr oder weniger wiederfinden, sich musikalisch ausdrücken und Verhaltensänderungen erproben kann.

Atem- und Körpertherapie

Die Körpertherapien unterscheiden zwischen Aktivierung und Entspannung, zwischen Fitness und Schonung, zwischen Verbesserung der Körperwahrnehmung und Abschwächung einer ängstlichen Fixierung auf den Körper. Sie bedienen sich dazu unterschiedlicher Mittel. Auch achten sie auf unsere unwillkürliche Körperhaltung und können uns wichtige Hinweise auf „Fehlhaltungen“ im Verhalten geben, die im Körper zum Ausdruck kommen.
Mit Hilfe der Atemtherapie lernen Sie, die komplexen Alltagsanforderungen ausgeglichener und gelassener zu meistern. Sie soll Ihnen helfen, Ihren Energiespeicher aufzutanken, Kraft zu schöpfen und eine Balance zwischen Arbeits- und Erholungsphasen wieder herzustellen.
In unseren Therapiestunden stehen beruhigende und entspannende Übungen im Mittelpunkt. Diese dienen der Stärkung des inneren Gleichgewichts und zur Stressreduktion. Es werden Körperbereiche wiederbelebt, die bislang nicht in Ihrer Wahrnehmung waren. Verspannungen und Blockaden werden bewusst gemacht und können sich lösen.

 

Entspannungstherapie

In der Entspannungstherapie wird mittels autogenem Training bzw. progressiver Muskelrelaxation eine neue Form des Zugangs zu sich selbst und dem eigenen Körper entwickelt. Mit diesen Übungen kann körperliche und psychische Entspannung hervorgerufen werden. Sie sind hilfreich bei Unruhezuständen und Schlafstörungen und beim Abbau eines allgemein hohen Anspannungsniveaus.

 

Sporttherapie

Die sportttherapeutische Betreuung dient der Förderung und der Wiedererlangung der körperlichen Fitness. In Abstimmung mit der Entspannungstherapie wird das persönlich zuträgliche Maß an körperlicher Leistung erprobt und ausgebaut. Gymnastik, Joggen und Nordic Walking finden unter Anleitung eines Sporttherapeuten statt.

 

Yoga

Yoga ist eine uralte Sammlung von Erfahrungen und Erkenntnissen über unseren Körper, unsere Seele und unseren Geist. In der abgewandelten Form der Yoga-Therapie können wir Yoga für unsere Heilung nutzen. Yoga ist selbstaktiv und aktivtherapeutisch. Mit Hilfe der Selbstkontrolle können wir teilweise Einfluss ausüben auf die Willkürmuskulatur, die Atmung und die Körperhaltung. Auch die Denkweise über unseren Körper ist veränderbar.

 

Physiotherapie

Krankengymnastik und Massage ermöglichen es, individuell auf Schmerzzustände einzugehen. Krankengymnastik soll die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers wiederherstellen, verbessern und erhalten. Massage ist eine der ältesten Techniken zur Lösung von Muskelverspannungen und Linderung von Schmerzen. Massagen werden auch bei psychosomatischen Erkrankungen als Entspannungsmaßnahme, sowie zur Unterstützung bei der Behandlung von Depressionen und anderen Erkrankungen eingesetzt.

 

Austausch der Patienten untereinander

Ein ebenfalls wichtiger Bestandteil ist die Möglichkeit zum vertieften, persönlichen Gespräch der Patienten miteinander ohne therapeutische Anleitung. Viele ehemalige Patienten berichten uns, dass sie auch hieraus wichtige Anregungen für sich entnehmen konnten. Unsere Aufenthaltsräume bieten dazu den entsprechenden Rahmen.

 

Medizinische Betreuung

Die medizinische Betreuung wird von Fachärzten für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Neurologie und Psychiatrie vorgenommen. Ergänzend bestehen Kooperationen mit allen weiteren Fachrichtungen, an die die Patienten bei Bedarf zeitnah und in Kliniknähe weitervermittelt werden können. 

ARGORA Klinik Berlin, Hardenbergstr. 9A, 10623 Berlin, Tel.: 030-36 99 697 0

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